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Luft- und Stangenzelte

Wie wir euch bereits in unserer Kaufberatung aufgezeigt haben, gibt es viele verschiedene Arten von Zelten. Neben den offensichtlichen Unterschieden wie Größe, Material, Packmaß und Gewicht gibt es mittlerweile einen weiteren interessanten Unterschied im Hinblick auf das Gestänge. Hier hast du nicht mehr länger nur die Wahl zwischen Stahl- oder Aluminiumgestänge sondern kannst dich auch für ein Luftgestänge entscheiden. Was das genau ist und welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Gestängetypen mit sich bringen, erfährst du in diesem Beitrag.

 

Stangenzelt

 

Handelsübliche Stangenzelte werden durch Metall-, Aluminium- oder Kunststoffstangen gestützt. Der gesamte Aufbau ist dennoch ähnlich zum aufblasbaren Zelt, da die Kanäle für die entsprechenden Stangen in der Regel an denselben Punkten platziert sind. Je nach Benutzerfreundlichkeit des Zelts erkennt man durch farbliche Markierungen, welche Stange durch welchen Kanal gezogen werden muss. Stangenzelte beginnen bereits bei Ausführungen für nur eine Person bis hin zu Familienzelten.


Vorteile:

 

  • Das Zelt ist leicht zu tragen und passt je nach Größe auch in den Rucksack. Je nach Packmaß, kann man die Gestänge auch ohne Probleme auf mehrere Gepäckstücke verteilen
  • Im Vergleich zum Stangenzelt eher günstiger

Nachteile:

 

  • Aufbau kann je nach Größe schwieriger sein. Vor allem, wenn man allein ist 
  • Bei Sturm ist die Gefahr eine Beschädigung des Zelts größer als beim Luftzelt





Luftzelt

 

Anstelle der Stangenkanäle bei herkömmlichen Zelten haben Luftzelte integrierte Luftschläuche. Diese Schläuche sind in der Regel doppelt ummantelt, um Schäden vorzubeugen. Außerdem ist es dadurch möglich, den Schlauch bei Bedarf auch auszutauschen, ohne das gesamte Zelt reparieren lassen zu müssen. 


Vorteile:

 

  • einfach in der Handhabung (Klar, zunächst gewöhnungsbedürftig)
  • auch von nur einer Person aufstellbar, unabhängig von der Zeltgröße
  • keine Stangen, somit keine Gefahr von Brüchen
  • in der Regel weniger Gesamtgewicht, da kein schweres Gestänge nötig ist
  • durch das Luftgestänge wird das Zelt durch starken Wind weniger beeinträchtigt

Nachteile:

 

  • in der Regel größeres Packmaß, da eine Luftpumpe zwingend dazugehört
  • teurer als herkömmliche Stangenzelte
  • regelmäßige Überprüfung des Luftdrucks notwendig. Zum Beispiel sollte man an heißen Tagen Luft aus den Kanälen lassen, da sonst die Gefahr des Platzens entsteht. Umgekehrt kann sich die Luft an kalten Tagen zusammenziehen und das Zelt nicht mehr optimal stützen. In diesem Fall muss Luft nachgepumpt werden



Zeltheringe

Der Zelthering sowie auch der Zeltnagel ist ganz einfach betrachtet ein Verankerungsstift für Zelte. Wohl auch schon die Römer hatten vergleichbares Werkzeug um ihre Zelte zu sichern. Das Wort Hering findet im deutschen Raum schon im 19. Jhd. Erwähnung und leitet sich wohl ursprünglich vom lateinischen Wort haerere – hängen (bleiben) ab. Besonders auf Festival-Campingplätzen finden, wir macht der Hering seiner Namensherkunft alle Ehre. 

Es gibt für jede Bodenbeschaffenheit den richtigen Hering oder Nagel, doch zu den Formen kommen wir gleich.

 

Zum Einschlagen in den Boden wird in der Regel ein Gummihammer genutzt. Dieser hat meistens am Ende des Griffes einen Haken, um dir das Herausziehen der Verankerungen zu erleichtern.

Die Form macht den Unterschied zwischen Heringen und Zeltnägeln aus. Heringe bestehen aus einem länglich spitz zulaufenden Blech, das aus Gründen der Stabilität in der Mitte gefaltet ist.  Dadurch stecken sie fest in ihrer Position, können mehr Quer- sowie Axial-Kräfte aushalten. Sie stecken so fester in der Erde und können sich im Gegensatz zu den Heringen nicht drehen. Durch die größere Fläche sowie die Formen der Heringe können diese mehr Querkräfte auf das Erdreich übertragen.

 

Heringe bestehen meistens aus einem Stahlstift der im oberen Bereich angewinkelt wurde. Nicht nur die Stabilität in der Erde erhöht sich durch die Verwendung von Heringen auch das Einschlagen ist mit dem Stabilerem Modell einfacher. Ein dünner Erdnagel verbiegt sich schnell, wenn der Boden zu hart ist. Die Form des Herings richtet sich nach dem Verwendungszweck, der Bodenbeschaffenheit und der jeweiligen Zugbelastung. Für den Fall, dass der Boden zu felsig und oder zu fest ist, kannst du dein Zelt auch mit Hilfen von großen Felsen und Bäumen abspannen und sichern.

 

Materialien von Heringen

 

Wie bereits erwähnt, nutzten bereits die Römer Heringe zum Befestigen von Zelten. Als Material verwendete man zu dieser Zeit größtenteils Holzpflöcke in verschiedenen Größen. In der heutigen Zeit sind Holzheringe längst Geschichte und von neuartigeren Materialien abgelöst. Im Folgenden zeigen wir dir, welche Materialien es gibt und was für Vor- und Nachteile die jeweiligen Ausführungen mit sich bringen.


Holz:

 

Vorteile:

  • Naturprodukt
  • fester Sitz
  • formstabil

Nachteile:

  • saugt Feuchtigkeit auf
  • schwer und sperrig

Kunststoff:

 

Vorteile:

  • leichtes Gewicht
  • preiswert
  • optimal auf weichem Untergrund

Nachteile:

  • nicht zwingend langlebig
  • ungeeignet für harte Böden

Aluminium:

 

Vorteile:

  • sehr leichtes Gewicht
  • langlebig

Nachteile:

  • verbiegen sich leicht

Stahl:

 

Vorteile:

  • sehr stabil
  • günstig
  • gut für harte Böden

Nachteile:

  • sehr schwer

Titan:

 

Vorteile:

  • sehr leicht
  • sehr robust

Nachteile:

  • teuer im Vergleich zu anderen Varianten


Zeltnagel: Der Klassiker. Einfacher Rundstahl, der meistens als Standard bei jedem Zelt dabei ist. Ideal für trockene Wiesen. Steine, Wurzeln oder feuchter Untergrund können bereits zu viel für den Zeltnagel sein.

 

Vorteile:

  • sehr günstig
  • leicht in den Boden zu schlagen und wieder zu entfernen

Nachteile:

  • instabil, leicht zu verbiegen
  • wenig Halt bei weichem Boden
  • schlecht bei Wind & Sturm

Felshering: Ähnlich zum Zeltnagel, nur in der Regel länger und demnach auch stabiler. Teilweise mit Gewinde, um noch besseren Halt in hartem Boden zu gewährleisten.

 

Vorteile:

  • ideal für harten bzw. felsigen Untergrund
  • formstabil

Nachteile:

  • schwer
  • großes Packmaß

Schraubhering: Erweiterung des Felshering. Von unten bis oben mit einem Gewinde und zudem teilweise mit einem Sechskantschlüssel versehen. Lässt sich wie eine Schraube in den Boden drehen, jedoch wird teilweise Werkzeug dafür benötigt. Hergestellt werden die Heringe in der Regel aus Stahl oder Aluminium.

 

Vorteile:

  • extrem guter Halt
  • leicht in der Handhabung

Nachteile:

  • eventuell Werkzeug benötigt
  • teurere Variante

Hering mit V-Profil: Wie der Name schon erahnen lässt, sind die Heringe in V-Form geschnitten. Dadurch wird der Halt auf weichen oder lockeren Böden maximiert. Achte darauf, gutes Material zu wählen, da einfache Blech- oder Plastikheringe leicht verbiegen.

 

Vorteile:

  • optimal auf lockerem oder feuchtem Untergrund
  • fest verankert im Boden, kann sich aufgrund der V-Form nicht (heraus-)drehen

Nachteile:

  • teilweise sehr lang mit bis zu 30 cm
  • Verletzungsgefahr aufgrund der scharfen Kanten

 

Hering mit Y-Profil: Im Vergleich zum V-Hering eher sternförmig, da der Hering dreikantig ist. Meistens aus Aluminium und dank der Form für so gut wie jeden Untergrund geeignet. Lediglich Felsböden können problematisch sein.

 

Vorteile:

  • Allrounder
  • leicht, da zumeist aus Aluminium

Nachteile:

  • lang
  • nicht für Fels geeignet

Schneehering: Auch als Snowfish bekannt. Speziell für Schnee oder Sand konzipiert. Die Heringe sind halbrund und extra breit wie lang. Darüber hinaus ist der Hering mit kleinen Löchern versehen, in denen der Schnee gefrieren kann, um maximalen Halt zu gewährleisten.

 

Vorteile:

  • optimal für Schnee
  • auch als T-Anker nutzbar

Nachteile:

  • sperrig
  • großes Packmaß



Wie benutze ich meinen Hering richtig?

 

  • 45 Grad: Heringe niemals senkrecht in den Boden schlagen, sondern im 45 Grad Winkel in Richtung des Zelts. So maximierst du den Halt im Boden und das Zelt steht stabil.
  • Zeltnaht: Spanne die Abspannseile so, dass es eine verlängerte Linie zur Zeltnaht darstellt. So verhinderst du Falten im Zelt.
  • Zelthammer: Gummihammer erleichtern dir die Arbeit ungemein. Gute Zelthammer haben an der Unterseite des Stiels einen Haken, um Heringe besser aus dem Boden ziehen zu können.
  • Reißverschlüsse: Spanne an den Reißverschlüssen über kreuz ab. So minimierst du die Spannung und der Reißverschluss läuft uneingeschränkt. 
  • 100%: Heringe sollten immer bis zum Anschlag im Boden versenkt werden. So gewährleistest du maximalen Halt und vermeidest Stolperfallen.