„Trekking auf den Lofoten | VAUDE Astrum EVO 55+10L im Praxistest

Rucksackwandern auf den Lofoten  – ein Träumchen! Wer sich zu einem Trekkingurlaub entscheidet, braucht jede Menge Raum und clevere Lösungen, sein Gepäck sicher zu verstauen. Der Astrum EVO 55+10 L Trekkingrucksack.

Vorbereitung ist alles!

Ein zweiwöchiger Abenteuerurlaub in Norwegen bedarf jede Menge Vorbereitungen. Auf dem Plan standen 3 Tage Oslo und 9 Tage Lofoten. Die Flüge waren gebucht, die ersten Norwegischen Kronen getauscht – die Vorfreude auf Norwegen stieg von Tag zu Tag!

Neben der Standardpackliste, auf der regenfeste Bekleidung, wasserdichtes Schuhwerk, Wanderkarten, Schlafmaske, Schlafsack, Zelt und Co. gelistet sind, ist ein komfortabler, leichter und  zuverlässiger Trekkingrucksack essentiell. Schließlich möchte man seinen Abenteuerurlaub vollends genießen. Ich habe mich daher für den VAUDE Astrum EVO 55+10 Liter entschieden, das Frauenmodell aus der Astrum-EVO-Serie. Der Trekkingrucksack ist nicht nur rein optisch ein Hingucker, auch im Bereich Tragekomfort und vielen praktischen Verstaumöglichkeiten hat mich das VAUDE-Modell von Beginn an überzeugt. Ob der Astrum EVO 55+10 hält, was er verspricht, sollte sich im 12-tägigen Trekkingurlaub zeigen.

Bevor die Reise begann, musste aus einem riesigen Haufen an Utensilien die wichtigsten selektiert werden. Denn: alles, was mit nach Norwegen genommen wird, muss letztlich auch getragen werden. Daher ist es zu empfehlen, besonders leichte, klein verpackbare Gegenstände und Bekleidung mitzunehmen, die man wirklich benötigt.

 

Für mich hat sich auch in Norwegen der ‚Zwiebellook‘ bewährt: Outfits, die je nach Wetterlage beliebig angepasst werden – wenn es beim Wandern warm wird, zieht man die oberste Schicht aus, bei kälteren Temperaturen eine Schicht an, eben wie eine Zwiebel. Bei den Wettervorhersagen für Norwegen und gerade für den Norden des Landes, war es sinnvoll, genügend warme Schichten einzupacken.

Ich packe meine Sachen...

Sind alle Utensilien selektiert, geht es ans Verstauen. Beim Packen eines Trekkingrucksackes mit großem Litervolumen ist darauf zu achten, dass die schweren Sachen nah am Rücken und weiter unten im Rucksack verstaut werden, leichte Utensilien und wichtige Dokumente weiter oben. Glücklicherweise bietet der VAUDE Astrum EVO mit seinen 55 + 10 Litern Packvolumen genügend Platz und Möglichkeiten, sein Gepäck sicher und sinnvoll zu verstauen.

 

Durch eine große Frontöffnung, die auf einer Seite bis oben zu öffnen geht, ist der Rucksack fast so weit wie ein Koffer zu öffnen und genauso leicht beladbar. Das große Innenfach wird durch einen herausnehmbaren Trennboden unterteilt, sodass man seine sieben Sachen clever verpacken kann. Zusätzlich kann der Trennboden auch zu einem Fach für das Trinksystem umgebaut werden. In der großen und schnell erreichbaren Fronttasche finden wichtige Utensilien, wie Wanderkarten, Reisepass und Flugtickets einen sicheren Platz. Die Campingstühle und Thermoflaschen wurden ganz einfach in den an den Seiten befindlichen Mesh-Taschen verstaut.

Ein weiteres cleveres Feature ist der Deckel des Rucksacks. Dieser bietet innen einige Fächer und einen Haken zum Aufhängen, sodass dieser bspw. als Kulturbeutel verwendet werden kann. Viel wichtiger und vor allem super praktisch hat sich die Abnehmfunktion erwiesen. Bei kurzen Ausflügen bzw. beim Flug nach Norwegen kann der Deckel der Astrum EVO-Serie einfach abgeknipst und zu einer Umhängetasche umfunktioniert werden.

Ein paar Tipps zu packen des VAUDE Astrum EVo 55+10L bietet auch das folgende Video:

#Oslove | Die Reise beginnt

Den ersten Flug gen Oslo hat der VAUDE Astrum EVO mit Bravour bestanden. Keine abgerissenen Nähte oder Schlaufen, keine Risse, einwandfrei! Dank drei gepolsterter Griffe oben und an der Front des Rucksacks ließ sich der Trekkingrucksack auch liegend problemlos vom Gepäckband heben. Die erste Nacht im Zelt vor den Toren Oslos konnte kommen.

Die nächsten drei Tage in Oslo standen ganz im Zeichen des Sightseeings. Mit der praktischen Umhängetasche des Trekkingrucksacks konnten wir problemlos kleine Lunchpakete und ausreichend Wasserflaschen verstauen – richtig wichtig, wenn man die norwegische Hauptstadt drei Tage lang zu Fuß erkunden möchte. Oslo mit seinen rund 630.000 Einwohnern hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Die vielen modernen, dicht an dicht gebauten Wolkenkratzer, das pulsierende aber doch so gemütliche Hafenflair, das neue Operngebäude im Stil eines Eisberges und die vielen, in der ganzen Stadt verteilten Kunstinstallation. In Oslo kann man sich einfach nur verlieben.

#lofotenislands

Nach drei Tagen Großstadt war es Zeit für die Wildnis, Zeit für die Lofoten, eine der berühmtesten Inselgruppen Norwegens oberhalb des Polarkreises. Etwa 80 Inseln zählen zu den Lofoten. Wer die Lofoten schon einmal besucht hat, kennt die beeindruckenden Berge, monströse Felsen, die Flora und Fauna, die atemberaubenden karibisch anmutenden Buchten und das wechselhafte Wetter der Inselgruppe. Die Lofoten werden nicht umsonst als Paradies für Naturfotografen, Surfer und Outdoorfans betitelt.

 

Da wir zu Fuß nicht alles hätten entdecken können, haben wir uns für einen Mietwagen entschlossen, der uns je nach Lust und Laune von A nach B bringen sollte. Nur so konnten wir unsere Urlaubs ToDo’s umsetzen. Mit dabei natürlich der Astrum EVO 55+10L. Nach einer ersten windigen Nacht in Harstad und einer Tageswanderung auf den Keiservarden, einem Bergplatteau, den schon Kaiser Wilhelm II bestiegen hatte, folgten viele kleine Entdeckungstouren auf den Inseln Gimsøy, Vestvågøy, Flakstadøy und Moskenesøy.

 

Nach einigen Touren hatte sich mittlerweile auch ein wenig Chaos im Rucksack breit gemacht – es war an der Zeit, den Astrum EVO neu zu ordnen. Getragene oder durch Schlamm verschmutzte Kleidung konnte schnell im unteren Teil des Rucksacks verstaut und vom ‚sauberen Teil‘ oben getrennt werden. Schnell und praktisch.

 

Die vielen erlebnisreichen Tage an der frischen Luft sorgten dafür, dass wir so gut wie jeden Abend geschafft und überladen mit endlosen Eindrücken in unser Zelt fielen. Wenn man sich entscheidet, von seinem Jedermannsrecht Gebrauch zu machen, trifft man mitunter auf die schönsten Plätze, die man sich vorstellen kann.

Die Lofoten mit Rucksack

Die Inselgruppe des Nordens bietet Hunderte von großartigen Wanderrouten. Je nach Geschmack und Schwierigkeitsgrad kann man die Schönheit und die Vielfalt der Lofoten auf unterschiedlichen Wegen für sich entdecken. Das Besondere dabei ist, dass man die meiste Zeit fernab der Touristenströme unterwegs sein und die Stille der Natur genießen kann. Nur selten läuft man anderen Wanderern über den Weg. Und wenn, dann tauscht man sich kurz über den nächsten Streckenabschnitt aus.

 

Entlang der E10 und innerhalb der kleinen Fischerdörfchen Å i Lofoten oder Reine bekommt man schon mehr Menschen zu Gesicht. Wenn sie nicht mit Camping-Van unterwegs sind, dann mit großem Trekkingrucksack. Tragekomfort ist ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach dem passenden Wegbegleiter. Der VAUDE Astrum EVO 55+10 L, den ich testen durfte, ließ sich dank des Tergolight-Rückensystem und vielen weiteren Features hervorragend tragen. Als erstes muss der Rucksack natürlich an die Körpergröße angepasst werden. Eine einfache und stufenlose Einstellung am Rücken sowie zahlreiche anpassbare Laschen an den Schultern sorgen für den perfekten Sitz. Das Rückensystem mit integriertem Rahmen bietet nicht nur für Stabilität sondern auch eine optimale Lastübertragung. Gerade bei längeren Wanderungen mit schwerem Aufstieg machen sich die Lastenübertragung und die gepolsterten Hüftflossen bezahlbar. Unterwegs besonders oft genutzt wurde die kleine Tasche am Hüftgurt – so war das Handy für ein paar Schnappschüsse schnell parat.

Nach Regen kommt Sonne

… und in den Lofoten können solche Wetterumschwünge schneller kommen, als man denkt. Daher ist wasserdichte Bekleidung ein MUSS! Nachdem wir aufgrund orkanartiger Böen und jeder Menge und aus allen Richtung auf uns einprasselnden Regen die Wanderung abbrechen und auf den nächsten Tag verschieben mussten, war die Vorfreude auf die berühmte Kvalvika Bucht umso größer. Beim zweiten Anlauf durch Matsch und Moor, über riesige Felsen und entlang einer Horde kuschliger Schafe erreichten wir problemlos die Kvalvika Bucht, oder auch Karibik des Nordens genannt. Zwar schien keine Sonne, aber nach einem stürmischen Regentag gab man sich auch mit einer ruhigen Wolkendecke zufrieden. Das azurblaue, kristallklare Wasser und der helle Sandstrand waren so verlockend, einmal in den Atlantik zu springen, wären da nicht die 8 Grad Außentemperatur.

Mein Fazit

Absolut zu empfehlen! Ob Lofoten, Asien oder Australien – der VAUDE Astrum EVO 55+10 Liter ist ein perfekter Begleiter für Trekkingreisende. Das Tergolight-Rückensystem und die vielen cleveren Verstaumöglichkeiten haben mich bei meinem Norwegenabenteuer bestens unterstützt. Nur zwei kleine Wehmutstropfen gab es: ein kleines Loch im T-Shirt durch den Abrieb des Hüftgurtes und die Tatsache, dass der Lofotenurlaub zu Ende war.