Wandern mit Hund: 10 Tipps für den perfekten Wanderurlaub mit Hund!


Ihr bester Wanderkumpel hat vier Pfoten? Dann haben Sie vielleicht schonmal darüber nachgedacht, ihn auf eine längere Tour mitzunehmen, etwa eine große (mehrtägige) Wanderung in den Bergen. Wir unterstützen Sie bei diesem Vorhaben!

Hunde sind wohl die genügsamsten Begleiter des Menschen. Sie beschweren sich nicht, gehorchen (in der Regel) und fressen nicht unbemerkt den letzten Energieriegel aus Ihrem Rucksack. Doch ein intensives Outdoor-Abenteuer mit Hund macht nur dann Spaß, wenn 1. Ihr Hund tatsächlich ein geeigneter Wanderkandidat ist und Sie 2. Ihre Reise gut vorbereiten.

Wandertouren mit Hund: ist mein Hund geeignet?

Nicht alle Hunde können weite Strecken zurücklegen. Weil sie trotzdem immer ihr Bestes geben, um mit Herrchen/Frauchen Schritt zu halten, liegt es an Ihnen, realistisch einzuschätzen, was Sie Ihrem Hund abverlangen können. Berücksichtigen Sie folgende Punkte:

1. Das Alter ist mehr als eine Zahl

Zu alte und zu junge Hunde haben nicht genügend Kraft und Ausdauer für eine längere Wanderung. Nicht nur die mangelnde Fitness könnte bei ihnen ein Problem sein, ihr schwächeres Immunsystem macht sie auch besonders anfällig für gesundheitliche Probleme.

2. Gehorsam

Hunde, die nicht ausreichend trainiert sind und daher Anweisungen oder Befehle nicht befolgen können, sollten Sie nicht auf eine längere Wanderung mitführen. Sie können eine Gefahr für sich selbst, ihr Herrchen/Frauchen sowie für andere Wanderer und Wildtiere darstellen.



3. Anpassungsfähigkeit

Viele Menschen neigen dazu, die Fähigkeiten ihrer Vierbeiner zu überschätzen. Kein Wunder: Wir verbringen viel Zeit mit unserem Haustier und es begleitet uns regelmäßig auf flotten Spaziergängen. Neue Untergründe und neue Wetterbedingungen können die Leistung Ihres Hundes jedoch erheblich beeinträchtigen. Überlegen Sie sich also im Voraus, in welches Gelände Sie sich begeben. Ist der Wanderweg steil, unregelmäßig oder rutschig? Wie heiß/kalt wird es? Gibt es genügend Schatten? 

4. Ärztliche Untersuchungen

Um sicherzugehen, können Sie von einem Tierarzt untersuchen lassen, ob Ihr Hund für den geplanten Ausflug bereit ist. Informieren Sie sich, welche Impfungen erforderlich sind. Fragen Sie Ihren Tierarzt auch nach (vorbeugenden) Medikamenten gegen Krankheitserreger aus dem Wasser und zur Behandlung von Schlangenbissen und Parasiten wie Zecken.

Bergwandern mit Hund: so finden Sie geeignete Wanderwege

Sie haben sich entschieden: Ihr Hund kommt mit auf die Wanderung. Nun gibt es eine Reihe wichtiger Dinge, die Sie vorbereiten müssen, um mit Ihrem Hund so viel Freude wie möglich zu haben.

5. „Pfotenfreundliche“ Wege

Informieren Sie sich über die Hundefreundlichkeit am Wanderort. Auf vielen Wanderwegen (und Campingplätzen) muss Ihr Hund an der Leine geführt werden oder ist gar nicht erst willkommen. Prüfen Sie Ihre Route auf "Pfotenfreundlichkeit": schattige Wege mit weichem Gras oder Moos, Blättern oder nadelbedecktem Gelände sind ideal. Unangenehm für Ihren Hund sind Pfade mit scharfen Steinen, steilen Hängen und jedem Untergrund, der sehr heiß wird.

6. Training für den Wanderurlaub mit Hund

Gewöhnen Sie Ihren vierbeinigen Freund daran, was auf ihn zukommt. Bauen Sie Ihre Gehzeit und Intensität langsam auf. Beginnen Sie sanft auf einem relativ flachen Wanderweg und beobachten Sie die Reaktion Ihres Hundes. Wenn er nach einer Stunde immer noch Energie hat, erhöhen Sie den Schwierigkeitsgrad des nächsten Spaziergangs.

7. Hunderasse (und Instinkt)

Es gibt Hunderassen, die von Natur aus enthusiastisch auf Wald und Wiesen reagieren oder einen starken Beutedrang haben. Dies ist bei einem Spaziergang in der Natur nicht immer ideal. 

 

Übrigens: Kurzschnäuzige Arten wie Mops, Boxer und bestimmte Terrier sind weniger hitzeresistent und haben eine geringere Ausdauer. Aufgrund ihrer kurzen Schnauzen und verengten Nasen können sie die Wärme weniger gut ableiten, so dass sie ein höheres Risiko für Hitzschlag und Übungsintoleranz haben. Kurztrips sind meistens kein Problem, aber seien Sie auf längeren Reisen besonders vorsichtig mit diesen Hundearten.


Ausrüstung fürs Wandern mit Hund

8. Welche Leine ist die richtige?

Ein Hund mit Jagdtrieb sollte beim Wandern immer an der Leine sein. In vielen Wandergebieten - insbesondere in Naturschutzgebieten -  herrscht sogar Leinenpflicht. Die meisten Wanderer mit Hund bevorzugen auf ihren Wandertouren eine Leine mit Burstgurt, um Hals und Kehlkopf ihres Hundes zu schonen. Also Flexileinen oder Joggingleinen mit Brustgeschirr bzw. eine lange Schleppleine.

9. Welche Ausrüstung brauche ich noch?

  • Wasser und Futter: Ihr Hund steht möglicherweise vor der intensivsten Tour seines Lebens. Sorgen Sie entsprechend für ausreichenden Wasser- und Nahrungsvorrat. Trockenfutter ist aufgrund des geringen Gewichts am besten geeignet. Packen Sie auch einen Napf mit ein, z.B. einen faltbaren Wassernapf, der kaum ins Gewicht geht.

  • Hundekotbeutel: Auch auf Wanderwegen gehört der Hundekot selbstverständlich in den Beutel. Andere Tiere könnten sich vom Kot Ihres Hundes gefährliche Parasiten einfangen.

  • Erste-Hilfe-Set: Sollte auf keiner Wandertour fehlen. Sie können auch einfach das Erste-Hilfe-Set für die menschlichen Teilnehmer erweitern. Unbedingt enthalten sein sollte Verbandsmaterial, Wundsalbe oder Melkfett und Zeckenzange.

  • Hundeschuhe/Pfotenschuhe: Sinnvoll, wenn es über Schnee, Eis oder auch sehr steiniges Gelände geht. 

10. Einreisebestimmungen: wohin geht die Reise?

Informieren Sie sich über die speziellen Hunde-Einreisebestimmungen an Ihrem Reiseziel, insbesondere auch die Impfbestimmungen. Für Reisen in die EU genügen in der Regel ein EU-Heimtierausweis, der Nachweis der Tollwutimpfung sowie ein Microchip bzw. eine Tätowierung. Packen Sie zur Sicherheit auch den Nachweis Ihrer Hunde-Haftpflichtversicherung ein. 

Rein ins Hunde-Abenteuer!

Nun brauchen Sie nur noch zwei Wanderschuhe und vier Pfoten. Beachten Sie die obigen Tipps und ziehen Sie los! 

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