Bestell-Hotline: 
+49 (0)6181 701 401 9


Mo-Fr 9:00-17:30 Uhr
Sa 9:00-13:00 Uhr

 

E-Mail: service@mctrek.de

 

Fax.: +49 (0)6181 95263119

McTREK - eine Marke der McTREK Retail GmbH

Keltenstr. 20b
63486 Bruchköbel

 

 

In unseren Filialen kannst du bedenkenlos einkaufen! Wir haben alle Hygiene-Maßnahmen getroffen, um dich und deine Mitmenschen zu schützen. FAQs

Thermounterwäsche: Das Fundament im Zwiebelschichtensystem

Wer sich auch im Winter trotz Wind, Schnee und Eis von seinen Aktivitäten in der Natur nicht abhalten lassen will, sollte stets auf die Wahl der richtigen Unterbekleidung achten. Thermofunktionsunterwäsche bildet dabei das Fundament im Zwiebelschichtensystem. Wir erklären euch, worauf ihr achten solltet.

Zwiebelschichtenprinzip

Das Zwiebelschichtenprinzip kommt ursprünglich aus dem Alpin- und Bergsport. Gerade bei Aktivitäten, bei denen es darauf ankommt, sich über längere Zeiträume hinweg warm, windgeschützt und trocken zu bewegen, ist das Zwiebelschichtenprinzip besonders wichtig. Da diese Betätigungen zudem gesteigerte, teils schweißtreibende Anstrengungen erfordern, muss ein erhöhter Luftaustausch gewährleistet werden, um den Körper auch bei härteren Zwischenetappen vor dem Überhitzen zu schützen und einen angemessenen Klimakomfort zu gewährleisten.
 

Im Zwiebelschichtenprinzip kommt es auf das richtige Zusammenspiel der unterschiedlichen Bekleidungsschichten an. Die gewählten Materialien sollten sich hinsichtlich ihrer Funktionseigenschaften ergänzen und stets aufeinander abgestimmt ausgewählt werden. Ist bereits die Unterwäsche falsch gewählt, kann auch keine noch so teure Multifunktions-Outdoorjacke einen angemessenen Klimakomfort im Bekleidungsinnern gewährleisten.

Der Vorteil von mehreren Bekleidungsebenen, die im Zwiebelschichtensystem übereinander getragen werden, gegenüber einlagiger Wintersportbekleidung, besteht in der erheblich gesteigerten Wärmeisolation und dem Zusammenspiel der verschiedenen Funktionseigenschaften. Zwischen den einzelnen Bekleidungslagen setzen sich zusätzliche Luftpolster mit einem Luftdruckgefälle ab, welche kalte Außenluft vor dem Eindringen hindert, nicht jedoch die warme Luft aus dem Bekleidungsinneren vor dem Entweichen abhält.
 

Ein Zwiebelschichtenbekleidungssystem besteht bekanntermaßen aus einer Baselayer, einer Midlayer und einer darüber getragenen Wetterschutzschicht.

Wetterschutzschicht

Für die oberste Lage im Schichtenprinzip eigenen sich am besten moderat bis absolut wasser- und winddichte Bekleidungsstücke. Hochwertige Wetterschutzjacken und Funktionshosen, die einen möglichst hohen Wert im Bereich der Wasserdichtigkeit erzielen und zugleich atmungsaktiv sind, entscheiden über das effektive Zusammenspiel mit den unteren Bekleidungsschichten. Die gewählte Wetterschutz-Oberbekleidung muss semipermeabel hinsichtlich der Wasser- und Luftdiffusion sein.

D. h. Sie muss warme Luft, Wasserdampf und Feuchtigkeit von innen nach außen diffundieren lassen und das Eindringen von kalter Luft und Feuchtigkeit von außen nach innen unterbinden.

Midlayer

Die zweite Lage im Zwiebelschichtensystem ist für den Wärmerückhalt verantwortlich. Sie muss vor allen Dingen drei Funktionen erfüllen, um ein perfektes Zusammenspiel der Bekleidungsschichten zu gewährleisten. Zu aller erst muss sie für eine hochwirksame Wärmeisolation sorgen. Zweitens muss sie hochgradig atmungsaktiv sein, um einen Luftaustausch zwischen den Bekleidungsschichten zu ermöglichen. Letztlich und umso entscheidender, sie muss über schnell trocknende Materialeigenschaften verfügen, da sich ansonsten, die von der Baselayer abtransportierte Feuchtigkeit an dieser Stelle staut und die Funktionalität des Schichtenprinzips unterwandert wird. Für die Midlayer eignen sich florierte, d. h. aufgeraute Fleecematerialien ebenso, wie dicht zu Softshellprodukten verwebte Fleecetextilien.

Baselayer

Baselayer ist das Fundament im Zwiebelschichtensystem, auf dem das Zusammenspiel der Funktionseigenschaften der unterschiedlichen Bekleidungslagen aufgebaut werden kann. Thermofunktionsunterwäsche muss in erster Linie über ein verbessertes Feuchtigkeitsmanagement verfügen.

Andernfalls wird Schweiß sowie Kondensfeuchte direkt in der, auf der Haut aufliegenden Gewebeschicht, gespeichert. Einbußen beim Tragekomfort, Auskühlung und eine verminderte Leistungsfähigkeit sind die Folge. Selbstverständlich lohnt es sich auch hier, gerade bei extrem kalten Witterungsverhältnissen, auf einen guten Wärmerückhalt der Baselayer-Unterwäsche zu achten.

Thermounterwäsche ist immer dann von besonderen Nutzen, wenn ihr an der frischen Luft bei sehr kalten Witterungsbedingungen einer Outdoorsportart nachgeht. Sowohl bei Schneespaziergängen als auch bei sportlichen Aktivitäten, wie dem Joggen, Radfahren, Wandern, Nordic Walking, selbstredend auch im Berg-, Kletter- und Alpinsport, empfiehlt sich als Baselayer einer funktionalen Thermowäscheausstattung den Vorzug vor regulärer Unterwäsche zu geben. Oftmals wird während der Ausübung von sportlichen Aktivitäten lieber auf ein Zuviel an Bekleidung verzichtet, da mehr Kleidung immer auch gleich mehr Gewicht bedeutet und zwangsläufig zu einer Einschränkung der Beweglichkeit führt. Aus diesem Grund werden hoch funktionale Bekleidungsstücke benötigt, die sich schnell an wechselhafte Witterungsverhältnisse anpassen lassen und hinsichtlich ihrer Funktionseigenschaften Synergieeffekte erzeugen.

Natur- vs. Synthetikmaterialien

An der Frage, ob nun Unterwäsche aus Synthetikfasern oder aber Naturmaterialien, wie Wolle, der Vorzug als Unterbekleidung zu geben ist, scheiden sich die Geister. Diese Frage muss jede und jeder für sich selbst beantworten. Fakt ist jedoch, dass sowohl Synthetikprodukte, wie auch Naturwolle jeweils über eine Vielzahl an Vorteilen verfügen, welche sie als Unterbekleidung im Zwiebelschichtensystem qualifizieren.

Naturfasern

Als Naturmaterialien für die Herstellung von funktionsoptimierter Unterwäsche wird nicht selten Merinowolle eingesetzt. Wolle vereint gleich mehrere Vorteile, die sie als Baselayer-Bekleidung im Schichtenprinzip brauchbar machen.

Wolle kann bis zu 30 % des Eigengewichts an Feuchtigkeit in sich aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen oder ihre gut wärmenden Eigenschaften zu verlieren. Auch verfügt Wolle über eine sehr gute Atmungsaktivität, welche für einen verbesserten Dampfdurchlass entscheidend ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass Wolle sich nicht elektrostatisch auflädt. Für die meisten Verfechter und Verfechterinnen von Baselayer Wollbekleidung ist jedoch entscheidend, dass Wolle ein Naturprodukt ist, bei dessen Herstellung weitestgehend bis vollständig auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet wird. Zudem ist Wolle biologisch abbaubar und kann sogar kompostiert werden. Mit Blick auf ein nahtlos funktionierendes Bekleidungsschichtensystem kann sich jedoch die Eigenschaft der Feuchtigkeitsabsorbtion nachteilig auswirken. Zum einen wächst das mitgeführte Gewicht durch das Aufspeichern der Feuchtigkeit in der Unterbekleidung an und zum anderen kann hierdurch auch das durch feuchte Unterwäsche hervorgerufene schwitzige Körpergefühl zu Einbußen beim Tragekomfort führen. Je feuchter die Unterbekleidung, desto stärker ist auch der Verdunstungsauskühlungseffekt, da die nasse Bekleidung direkt auf der Haut aufliegt.

Synthetikfasern

Unterbekleidungen aus Synthetikfasern verfügen ihrerseits über eine Vielzahl an Eigenschaften, welche für einen gesteigerten Tragekomfort sorgen. In der Regel werden Polyestergarne eingesetzt, die als Textilgewebe sowohl eine gesteigerte Atmungsaktivität, eine gute Wärmeisolation sowie ein gesteigertes Feuchtigkeitsmanagement in Form schnell trocknenden Materialeigenschaften realisieren. Im Gegensatz zur Wolle leiten diese Materialien die Feuchtigkeit aus dem Bekleidungsinneren erheblich schneller an die oberen Bekleidungsschichten weiter, ohne diese in sich aufzuspeichern. Auch trocknen Synthetikfasern erheblich schneller als Produkte aus Merinowolle. Jedoch ist die Funktionsunterwäsche einmal durchnässt, kommt es zu Einbußen in der Wärmeisolation und somit zu einem, wenn auch nur kurzweiligen Verlust des Tragekomforts.

 

Nicht selten werden, um die Vorteile von Synthetik- und Naturfasern zeitgleich zu nutzen und die Nachteile auszubalancieren, auch Bekleidungsstücke aus Mischgewebe hergestellt. Diese bestehen sowohl zu Teilen aus Synthetikfaser als auch aus Wolle. Auf diese Weise lassen sich die schnell trocknenden Eigenschaften von Kunstfasern mit den, auch bei Nässe wärmenden Eigenschaften der Wollanteile vereinen.

Thermofunktionsunterwäsche

Thermounterwäsche ist speziell für den Einsatz während der Wintermonate sowie in besonders kalten Regionen vorgesehen und bieten einen perfekten zusätzlichen Wärmeschutz bei extremer Kälte. In Kombination mit einer entsprechenden Midlayer- als auch Wetterschutzbekleidungsschicht, können alle Vorteile des Zwiebelschichtenprinzips ausgenutzt werden.

 

Neben den bereits erwähnten Eigenschaften, wie eine gute Wärmeleistung, eine gesteigerte Atmungsaktivität und ein verbessertes Feuchtigkeitsmanagement, verfügt moderne Thermounterwäsche, je nach Hersteller und Modell, über weitere, den Komfort steigernde Features.

Anti-Bakteriell und Geruchsneutralität

Immer dann, wenn die Bekleidung zu anstrengenden bis schweißtreibenden Aktivitäten getragen wird, ist eine anti-bakterielle und geruchshemmende Ausstattung der Unterwäsche deutlich von Vorteil. Mit vermehrten Einsatz setzen sich die im Körperschweiß enthaltenen Bakterien in der Bekleidung fest und verursachen eine nicht mehr auswaschbare Veränderung des Geruchs. Durch spezielle Behandlungen sowie Materialzusätze, wie die Verwendung von Silberionen kann dem effektiv vorgebeugt werden. Bakterien können sich nicht mehr in der Unterwäsche festsetzen und eine Bildung unangenehmer Gerüche bleibt aus.

Elastizität und Bewegungsfreiheit

Ebenso wichtig für einen dauerhaften Komfort, gerade bei gesteigerter sportlicher Aktivität, ist eine verbesserte Materialelastizität. Sie ist zusätzlich für eine gesteigerte Bewegungsfreiheit und einen optimierten Bewegungskomfort entscheidend. Die meisten Hersteller setzen zu diesem Zweck Elasthan-Mischgewebe ein, welche der Bekleidung eine gesteigerte Reißfestigkeit und eine verbesserte Dehnbarkeit verleihen.

Nahtlose Verarbeitung und Tragekomfort

Gerade dann, wenn es zu vermehrter Bewegung kommt, hat eine nahtlose Verarbeitung der Baselayer-Bekleidung einen erheblichen Vorteil. Durch das Fehlen von überstehenden Nähten, wird die Bildung von Druck- und Scheuerstellen auf der Haut unterbunden, was den Tragekomfort besonders im Dauereinsatz erheblich steigert.