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AMAZONAS Gründer Matthias Saul im Interview

Die Geschichte der Hängemattenmarke AMAZONAS beginnt auf einer dreimonatigen Reise von Matthias Saul, dem Gründer des Unternehmens. Damals, vor rund 26 Jahren, reiste er mit dem Einbaum, einem Boot aus ausgehölten Baumstämmen, durch Ecuardor und Peru. Mitten im Gebiet der Huarorani Indianer. Das war auch die Geburtsstunde des Unternehmens AMAZONAS. Wie aus dieser Reise die Idee für ein weltweitagierendes Unternehmen entstand, haben wir Ihn persönlich gefragt. Erfahrt hier mehr…

Matthias, was war Dein Antrieb für die Reise durch Südamerika? Handelte es sich um einen Urlaub oder eine Expeditionsreise, um die Kultur der dort lebenden Huarorani Indianer näher kennenzulernen?

 

Das war eine Abenteuerreise, nach meinem Studium. Eigentlich wollte ich mir in Ecuador ein Pferd kaufen und damit bis nach Chile reiten. Aber dann traf ich einen verrückten Holländer, der nicht reiten aber paddeln konnte. Und so suchten wir uns einen der weißesten Flecken auf der Landkarte aus, und kauften uns statt einem Pferd eben einen Einbaum…

Das klingt wirklich abenteuerlustig. Welchen Stellenwert denn hat das Reisen generell in Deinem Leben?

Number One!! Ich war schon seit ich 13 Jahre alt war allein auf Reisen. Damals noch mit dem Fahrrad in Bayern und Österreich, dann ging es weiter nach Frankreich, Skandinavien, Syrien und Jordanien. Sobald ich den Führerschein hatte, bin ich auf einen T2 umgestiegen und habe die Sahara und Westafrika erkundet. Und auch heute bin ich mit meinen Kindern so oft es geht auf der ganzen Welt unterwegs!

Und heute führst Du ein 20-köpfiges, hängemattenverrücktes Team, das sich seit 1995 mit immer neuen Ideen und Produkten erfolgreich am internationalen Markt behauptet. In Deutschland seid ihr mittlerweile Ansprechpartner Nummer Eins für Hängematten, Gestelle und Accessoires. Woher stammt denn eigentlich Deine Vorliebe zu Hängematten?

Auf der Reise im Amazonas „musste“ ich monatelang jede Nacht in einer Hängematte schlafen und habe da erst kennengelernt, wie fantastisch Hängematten sind! Zurück in Deutschland habe ich geforscht und gemerkt, dass es noch kaum vernünftige Hängematten gab. Meist nur „billiges Klump“, klein, schmal und mit Spreizstab. Die extra großen, in denen man wie in Brasilien quer drin liegen kann, waren unbekannt – da dachte ich: Die müssen jetzt hierher!

Wie sahen Deine ersten Ideen und Entwürfe für Hängematten aus? Hat diese Kultur der Huarorani Indianer etwas mit der Entstehung oder dem Design des AMAZONAS Produktportfolios zu tun?

Zuerst habe ich die Hängematten so übernommen, wie sie in Brasilien für die Brasilianer hergestellt werden. Musste aber sehr schnell lernen, dass sie zum einen sehr leicht rissen, weil der Brasilianer seine Matte halt selber repariert. Hier musste ich deutlich stabiler werden. Die Farben und Muster kamen in Europa auch nicht wirklich gut an… Außerdem werden in Brasilien sehr billige Farbstoffe verwendet, die in Europa mittlerweile gar nicht mehr zugelassen sind. Hier musste ich dazulernen und die Farbstoffe aus der Schweiz besorgen.

Mittlerweise umfasst das Produktportfolio ultraleichte Hängematten und Zubehör für Survival-Experten und Freizeitabenteurer der Outdoor-Linie „Amazonas Ultra-Light“. Der Fokus liegt aber auf Baumwollhängematte- und Hängesessel und eine eigene Baby- und Kleinkind-Linie „Amazonas Baby World“. Bei dieser großen Produktauswahl hast du sicher auch ein Lieblingsmodell. Gibt es einen Ort, an dem Du diese gerne einmal aufhängen würdest?

Ich hatte meine Hängematten schon im Himalaya, auf dem Segelboot, auf einsamen Inseln, im Park in der Stadt und sogar im Zug schon hängen. Es gibt, glaube ich, kaum noch einen speziellen Ort, den ich ausgelassen habe!

Dafür also die Ultra-Light Hängematten?

Genau. Trekking in Buthan oder Skitour in Grönland: In jedem Fall ist das Gepäck da extrem beschränkt. Und so habe ich mich im Laufe der Jahre bei den Hängematten gewichtsmäßig immer weiter nach unten gearbeitet. Und dafür auch unser Kombi System mit Tarps und Underquilts entwickelt. Manchmal braucht man halt nen Regendach, bei einer anderen Reise nicht. Und so habe ich eigentlich immer das „erfunden“, was ich selber auf den Reisen gebraucht habe. Mittlerweile bekommen wir durch Internet und Facebook noch zusätzlichen Input von Reisefreaks aus aller Welt. So kann ich selber immer weiter dazu lernen.

 

Amazonas unterstützt seit Jahren Hilfsprojekte in Brasilien, darunter den Verein „der Kleine Nazareno“, welcher sich seit 1994 dafür einsetzen, dass Straßenkinder eine menschenwürdige Zukunft geboten wird. Welchen persönlichen Bezug hast Du zu dem Verein „Der kleine Nazareno“?

Ich habe ziemlich lange nach einer geeigneten Organisation vor Ort gesucht. Ich hatte früher einmal das Berufsziel „Entwicklungshelfer“ und daher einigen Einblick und auch Anspruch daran, dass ein Projekt wirklich gut ist und nicht nur gut gemeint! Bernardo, den ich jedes Jahr in seinem Hauptdorf bei Fortaleza besuche, macht das einfach fantastisch: Er holt nicht nur die Kinder von der Straße, er schafft ihnen nachhaltig eine Zukunft. Indem er sich um menschliche und schulische Betreuung kümmert und sogar um Ausbildung und Beruf nach der Schule im Kinderdorf. Indem er die Familien sucht, vor denen die Kinder davor gelaufen sind, sich um diese Familien kümmert und es oft schafft, diese Familien wieder zusammen zu führen. Und gleichzeitig noch politisch dafür kämpft, dass in Brasilien Kinderrechte anerkannt werden und Straßenkinder nicht als Verbrecher behandelt werden.

(Mehr Informationen zu dem Verein sind auf der Website von „Der kleine Nazareno“  zu finden.)

Matthias, wo siehst Du Dich und AMAZONAS in 20 Jahren?

Ich hoffe, dass meine Kinder die Firma einmal übernehmen wollen, so dass die Amazonas Story weitergehen kann. Selber habe ich noch so viele Ideen, was man an Hängematten noch verändern kann, dass das noch für 20 Jahre reichen sollte…

Das freut uns zu hören! Erst einmal freuen wir uns aber, AMAZONAS auf dem McTREK OUTDOOR TENTIVAL begrüßen zu dürfen. Dort haben Besucher die Möglichkeit, verschiedene Hängematten zu testen oder es sich in der AMAZONAS Lounge gemütlich zu machen. #TENTITOUT